"Wissen ist Macht..."

(Sir Francis Bacon, 1597)

Wir sind überzeugt davon, dass parasitenbedingte Probleme bei Hunden und Katzen besser gelöst werden können, wenn TierärzteInnen, TierarzthelferInnen und TierhalterInnen klar verständliche Informationen an die Hand bekommen, wie der Befall mit Parasiten festgestellt werden kann, welche Risiken von den einzelnen Parasiten ausgehen und wie man diese wirkungsvoll bekämpfen kann. Dieses Wissen schützt die Gesundheit von Tier und Mensch.

Hier nur einige wichtige Fakten, die zeigen, warum die Bekämpfung von Parasiten bei Hund und Katze von Bedeutung ist:


  • Über nur einen einzigen Mückenstich können in bestimmten südeuropäischen Regionen Larven des Herzwurmes auf Hund oder Katze übertragen werden.

    • Na und?
    • Erwachsene Herzwürmer siedeln sich bei Hunden und Katzen in den Blutgefässen zwischen dem rechten Vorhof und der Lunge an, beschädigen die Gefäßwände und führen zu starken Lungenschäden und zu einem Herzversagen.
    • Beim Menschen siedeln sich Herzwurm-Arten nach dem Stich einer infizierten Mücke in verschiedenen Organen an und verursachen dort Granulome, die meist nicht bedrohlich, aber dennoch nicht zu tolerieren sind.

  • Eine Untersuchung in der Schweiz hat ergeben, dass über 30 % der Hunde im Laufe eines Jahres Eier des Spulwurms Toxocara canis ausscheiden.

    • Na und?
    • Die Wurm-Eier, die von diesen Hunden ausgeschieden werden, kontaminieren die Umwelt und tragen zur Verbreitung des Parasiten bei.
    • Nimmt ein Mensch aus der Umwelt versehentlich solche Wurm-Eier auf, in denen sich Wurm-Larven entwickelt haben, können diese Larven im Dünndarm schlüpfen, in den Körper eindringen und in verschiedene Organe wandern, zum Beispiel auch ins Gehirn oder ins Auge, wo sie bleibende Schäden verursachen können.

  • Sie würden es nicht merken, wenn Ihr Hund mit dem Bandwurm Echinococcus befallen wäre, denn Ihr Hund hätte keine Krankheitsanzeichen.

    • Na und?
    • Der Hund scheidet aber Eier dieses Bandwurmes aus. Nimmt ein Mensch diese Eier auf, können sich in seiner Leber Parasiten-Zysten entwickeln.
    • Unerkannt und ohne Behandlung kann eine solche Infektion für den Menschen tödlich enden: Die Parasiten-Zysten können – wie Tumore – die Leber zerstören.

Wichtige Aufgabe unserer Empfehlungen ist es daher, TierärzInnen, TierarzthelferInnen und TierhalterInnen darüber zu informieren, welche Parasiten Hund und Katze – und die Gesundheit des Menschen – tatsächlich bedrohen, so dass sie gezielt Maßnahmen gegen diese Parasiten ergreifen können.

 

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